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So stellst du dich in einem Vorstellungsgespräch vor: Beispiele für jedes Format

October 21, 2026
So stellst du dich in einem Vorstellungsgespräch vor: die ersten 30 Sekunden, eine einfache Struktur aus Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, Beispiele für persönliche, Video-, Telefon-, Panel- und Gruppengespräche und was du weglassen solltest.
Bewerber schüttelt dem Interviewer die Hand und stellt sich vor
sich im Vorstellungsgespräch vorstellen
Selbstvorstellung im Vorstellungsgespräch
Beispiele für die Selbstvorstellung im Vorstellungsgespräch
Einstieg im Vorstellungsgespräch

Eine Vorstellung im Vorstellungsgespräch verläuft in zwei Teilen. Zuerst kommt die Begrüßung: ein paar Sekunden Namen, Händedruck oder ein Lächeln in der Kamera und Smalltalk. Dann, meist in den ersten Minuten, bittet dich der Interviewer, dich richtig vorzustellen. Beide Teile prägen den ersten Eindruck. Unten findest du, wie du jeden Teil angehst, eine einfache Struktur für die ausführlichere Vorstellung und Beispiele für persönliche, Video-, Telefon-, Panel- und Gruppengespräche.

Teil 1: Die Begrüßung

Halte es einfach und herzlich.

  • Steh auf, wenn du sitzt, sobald die Person hereinkommt.
  • Stell Blickkontakt her, lächle und gib die Hand, wenn das bei dir üblich ist.
  • Sprich den Namen aus: „Guten Tag, Frau Schneider, ich bin Alex. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen.“
  • Beantworte Smalltalk kurz und positiv („Ja, die Anfahrt war einfach, danke“).

Am Bildschirm ersetzt die Begrüßung den Händedruck: Schau in die Kamera, lächle, sag Hallo und nenne den Namen.

Teil 2: Die ausführliche Vorstellung

Wenn der Interviewer sagt „Erzähl mir etwas über dich“, „Stell dich vor“ oder „Geh deinen Werdegang mit mir durch“, nutze Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft:

  1. Gegenwart. Was du jetzt machst, in ein oder zwei Sätzen.
  2. Vergangenheit. Ein oder zwei Erfahrungen, die für diese Stelle am relevantesten sind.
  3. Zukunft. Warum dich diese Stelle interessiert.

Ziel sind 60 bis 90 Sekunden. Eine ausführlichere Anleitung zu dieser Frage findest du unter Erzähl mir etwas über dich.

Beispiele

Erfahrene Fachkraft

„Ich arbeite als Customer Success Manager bei einem Softwareunternehmen, wo ich rund 40 mittelgroße Kundenkonten betreue. Davor war ich drei Jahre im technischen Support, deshalb kann ich mich gut in Produktprobleme einarbeiten, wenn ich mit Kunden spreche. Ich habe es genossen, Kundenkonten wachsen zu sehen, und suche jetzt eine Rolle mit größeren Kunden und mehr Mitsprache bei Vertragsverlängerungen. Deshalb hat mich diese Stelle angesprochen.“

Frischer Absolvent

„Ich habe vor Kurzem meinen Abschluss in Rechnungswesen gemacht. Im letzten Studienjahr habe ich ein Praktikum bei einer mittelgroßen Kanzlei absolviert, wo ich die monatlichen Abstimmungen für drei Mandanten vorbereitet habe. Während des Studiums habe ich außerdem in Teilzeit in einer Bankfiliale gearbeitet, wo ich gelernt habe, Zahlen für Kunden verständlich zu erklären. Ich möchte meine Laufbahn in der Wirtschaftsprüfung beginnen, und die Rotation über verschiedene Branchen in Ihrem Nachwuchsprogramm ist genau das, was ich mir erhofft habe.“

Quereinsteiger

„Ich habe acht Jahre als Lehrkraft für Biologie an einer weiterführenden Schule gearbeitet, und im letzten Jahr bin ich in Richtung Lerndesign gewechselt. Ich habe einen Zertifikatskurs abgeschlossen und ehrenamtlich drei E-Learning-Module für eine gemeinnützige Organisation entwickelt. Der Unterricht hat mir gezeigt, wie Menschen lernen und wie man sie dabei hält, und ich freue mich darauf, das nun für Schulungen im Unternehmen einzusetzen.“

Technische Rolle

„Ich bin Backend-Entwickler mit vier Jahren Erfahrung, vor allem in Python und PostgreSQL. In meiner aktuellen Stelle habe ich unseren Dienst zur Auftragsabwicklung neu aufgebaut, wodurch sich die Verarbeitungszeit um die Hälfte verkürzt hat. Ich suche ein Team, das an Systemen mit hohem Datenaufkommen arbeitet, und die Arbeit Ihres Plattform-Teams im Bereich Zahlungen passt hervorragend dazu.“

Anpassung an das Format

Telefoninterview

Du kannst dich nicht auf Körpersprache verlassen. Lächle also beim Sprechen (das verändert deinen Tonfall), halte deine Vorstellung etwas kürzer und lege deine Notizen griffbereit. Unsere Fragen im Telefonscreening zeigen, was meist danach kommt.

Videointerview

  • Schau beim Sprechen in die Kamera und nicht auf den Bildschirm.
  • Achte auf einen schlichten Hintergrund und gutes Licht.
  • Mach nach deiner Vorstellung eine kurze Pause, falls es eine Verzögerung gibt.

Panelinterview

Begrüß jede Person und versuch, ihre Namen zu verwenden. Schau während deiner Vorstellung alle an und nicht nur die Person, die die Frage gestellt hat. Siehe unseren Leitfaden zum Panelinterview.

Gruppeninterview

Du stellst dich oft nicht nur den Interviewern, sondern auch den anderen Bewerbenden vor. Halte es bei etwa 30 Sekunden:

„Hallo, ich bin Priya. Ich schließe gerade mein Studium im Gastgewerbe ab, und seit zwei Jahren arbeite ich am Wochenende an der Hotelrezeption. Ich habe mich beworben, weil ich ins Eventmanagement wechseln möchte, und ich mag volle Tage mit vielen beweglichen Teilen.“

Hör den anderen zu und merk dir ein paar Namen. Die Interviewer bemerken das. Mehr dazu unter Fragen im Gruppeninterview.

Was du weglassen solltest

  • Deine ganze Lebensgeschichte. Fang dort an, wo es für die Stelle relevant ist.
  • Deinen Lebenslauf vorzulesen. Den haben sie schon.
  • Persönliche Angaben wie Alter, Familienstand, Religion oder Gesundheit.
  • Negative Aussagen über deinen aktuellen Arbeitgeber.
  • Witze, die vielleicht nicht ankommen. Bei Fremden wirkt Herzlichkeit besser als Humor.
  • Entschuldigungen („Entschuldigung, ich bin etwas nervös“). Fang einfach an.

So bereitest du dich vor

  1. Schreib deine Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft in drei kurzen Absätzen auf.
  2. Kürze, bis es laut vorgetragen etwa 60 bis 90 Sekunden dauert.
  3. Bereite eine 30-Sekunden-Version für Gruppengespräche und kurze Vorstellungen vor.
  4. Übe auch die Begrüßung: Name, Dank, Lächeln.
  5. Nimm dich einmal per Video auf, um Tempo und Blickkontakt zu prüfen.

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